Forschung

Provenienzforschung

Das Staatliche Museum Schwerin erforscht seit 1998 verstärkt die Provenienz – Herkunft und Historie – von Kunstwerken, die ab 1933 erworben, überwiesen bzw. inventarisiert wurden und deren Provenienzen lückenhaft oder gänzlich unbekannt sind. Gemäß der Washington Principles (1998) und der Handreichung zur Umsetzung der „Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz” prüft das Museum seine Bestände.

Ziel ist es festzustellen, ob sich in den Sammlungen während des Nationalsozialismus unrechtmäßig entwendete Kunstwerke aus ehemals jüdischem Besitz befinden oder ob es sich um reguläre Ankäufe, Schenkungen bzw. Vermächtnisse handelt. Eine möglichst lückenlose Dokumentation der Provenienzen wird angestrebt.