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Der Erste Weltkrieg und die Medaillenkunst

Artur Löwenthal, Medaille auf Vizeadmiral Graf von Spee, Bronze, RS © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Foto G. Bröcker

Der Erste Weltkrieg und die Medaillenkunst

Kabinettausstellung

Fri Oct 26 11:00:00 CEST 2018 - Sun Jan 27 17:00:00 CET 2019

Anlass der Ausstellung ist der 100. Jahrestag des Kriegsendes im November 1918. Kein Ereignis in der deutschen Geschichte hat einen solchen Niederschlag im zeitgenössischen Medaillenschaffen gefunden wie der Erste Weltkrieg. Künstlerisch herausragende Stücke erschienen dabei im Auftrag der „Freunde der Deutschen Schaumünze“. Deren Edition entstand zwischen 1914 und 1917 und umfasst 180 Stücke von allen namhaften deutschen Medailleuren. Auf den Vorderseiten finden sich Militärs oder Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, auf den Rückseiten oft allegorische Darstellungen. Es kam darauf an, den reichen Themen- und Formschatz der Medaillenkunst aus Renaissance, Barock und Klassizismus zeitgemäß zu adaptieren. Das Schweriner Münzkabinett verfügt über 100 Medaillen der Edition, die in dieser Ausstellung präsentiert werden.

In der Schau werden die Medaillen, die oftmals den Krieg verherrlichten, durch ausgewählte Grafiken der Künstlerin Käthe Kollwitz ergänzt. Kollwitz setzte sich intensiv mit dem Thema Krieg auseinander. Ihr Plakat „Nieder wieder Krieg“ besitzt eine Aussagekraft, die ihresgleichen sucht. Es wurde zu einer Ikone der Friedensbewegung. Für den Mitteldeutschen Jugendtag der Sozialistischen Arbeiterbewegung entwarf Käthe Kollwitz 1924 die Gestalt einer kämpferischen Frau mit dem mahnend hochgereckten Arm, die mit den Worten „Nie wieder Krieg“ entschlossen für die Sicherung des Friedens eintritt. Das Originalplakat gehört zum Bestand des Schweriner Kupferstichkabinetts. Es wird im Museum nur vier Wochen gezeigt, danach ist ein Faksimile zu sehen.