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22.10.2020

18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Rendezvous

Kunstarchiv Beeskow - Historischer Kontext und öffentlicher Diskurs

Mit 17.000 Werken der bildenden Künste sowie 1.500 Werken der angewandten Kunst und des Laienschaffens beherbergt das Kunstarchiv Beeskow einen außergewöhnlichen Bestand aus 40 Jahren DDR, der von kulturhistorischem wie kunsthistorischem Interesse ist. Vor 1990 im Besitz von Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Einrichtungen der DDR, gehören die Arbeiten seit der deutschen Wiedervereinigung den neuen Bundesländern. Im Beeskower Depot lagern die Anteile der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Dieser zufällig zusammengekommene Bestand staatlich finanzierter Werke bietet heute facettenreiche Einblicke in das Kultur- und Kunstsystem der DDR: An ihnen lassen sich einerseits politische und gesellschaftliche Normen ablesen. Andererseits lädt der Bestand ebenso dazu ein, bildnerischen und ästhetischen Qualitäten nachzuspüren.

Mit der Eröffnung des neuen, offenen Depots im Jahr 2019 ist zum einen die sachgerechte Aufbewahrung der Werke hergestellt und zum anderen ein offenes Depot entstanden, das Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für die breite Öffentlichkeit schafft -  die Grundlage für partizipative Projekte und einen breiten öffentlichen Diskurs zu Kunst und Kultur der DDR.

Seit 2018 befindet sich das Kunstarchiv mit dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in einem gemeinsamen Neukonzeptionsprozess. In dessen Mittelpunkt stehen gemeinsame strategische Ziele. Es gilt, den historischen Komplex – 40 Jahre DDR – aus immer neuen interdisziplinären Perspektiven zu betrachten und ihn gegenwartsbezogen, offen und kooperativ zur Diskussion zu stellen.

Der Vortrag gibt Einblicke in den besonderen Kunst-Bestand und dessen Entstehung sowie in die zukünftige Ausrichtung des Kunstarchivs.

Florentine Nadolni, Jg. 1981, ist Kulturwissenschaftlerin und leitet seit 2017 das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv in Beeskow

 

Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der geltenden Coronaregeln statt. Karten können ab sofort an der Museumskasse im Vorverkauf (täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr) oder am Rendezvousabend erworben werden. Dabei sind die Kontaktdaten anzugeben. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Der Eintritt kostet 3 Euro.