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Donnerstag 19 09 2019

18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Rendezvous

Die lebende Photographie in höchster Vollendung ...

Die Geschichte der projizierten Bilder ist alt, viel älter als die Geschichte der Fotografie selbst. Das Prinzip der Laterna magica, der Zauberlaterne, stammt bereits aus dem 17. Jahrhundert. In dieser Zeit musste man sich noch mit handgemalten Bildern auf Glas zufrieden geben. Die lebensgroße Abbildung von Raritäten und Kuriositäten der Welt dürfte jedoch schon damals ihr staunendes Publikum gehabt haben. Die Erfindung der Fotografie um die Mitte des 19. Jahrhunderts stellte eine Revolution in der detailgetreuen Reproduktion und Wiedergabe von Objekten und Motiven dar. Die handgemalten Projektionsbilder von einst erschienen jetzt klobig und ungelenk. Sie konnten mit der Qualität des Fotos keinesfalls mithalten. Kein Wunder, dass mit der bahnbrechenden Erfindung der Fotografie auch der Wunsch nach öffentlichen Vorführungen laut wurde. Schnell waren Apparate erfunden, die die silbrige Oberfläche von Daguerreotypien an die Wand warfen und Anlass zur Konversation gaben. Das durchscheinende Bild, die Silbergelatineschicht auf Glas, das eigentliche Negativ und das Diapositiv mussten mit ihrer Erfindung noch etwas auf sich warten lassen. Natürlich waren die Fotos im 19. Jahrhundert noch alle schwarzweiß, wenn auch mit einer unglaublichen Vielfalt an Grautönen. Der erste Diapositivfilm, mit dem das Dia direkt in der Kamera entstand, wurde erst 1936 erfunden. Bis dahin wurden die großen Glas-Diapositive nicht selten mit eigens entwickelten Glasmalfarben aufwendig von Hand koloriert. Volker Janke wird der Geschichte des vorgeführten Lichtbilds mit ausgewählten Beispielen auf den Grund gehen.