Staatliches Museum Schwerin

Jan Henderikse, Money, money, money, 1986

Der Künstler Jan Henderikse hat dem Schweriner Museum im letzten Jahr eine wertvolle Arbeit aus dem Jahr 1985/86 geschenkt. Das Objekt, betitelt Money, Money, Money, setzt sich in ironischer Weise mit dem Thema Geld auseinander. Im Inneren eines Samsonite-Koffers befinden sich ein Sparschwein, Münzanhänger, eine halbe Dollarnote, ein Bogen mit 25 Lotteriescheinen, eine Tüte mit Spielgeld u.a.m.
Seit 1960 nutzt Jan Henderikse das Prinzip der Wiederholung und des Ready-mades, das auf Marcel Duchamp zurückgeht. Aufgrund seiner Nähe zum Nouveau Réalisme begeistert er sich für die Dinge des Alltags, die seine Auseinandersetzung mit den Mythen der Waren- und Massenkultur widerspiegeln.
Mit Jan Henderikse, der 1937 in Delft geboren wurde, heute in New York, Antwerpen und Berlin lebt, ist im Jahr 2007 erstmals ein zeitgenössischer niederländischer Künstler mit einer Einzelpräsentation im Schweriner Museum gewürdigt worden. Seine Werke, ausgehend von der Gruppe Nul bis hin zur neueren Medienkunst, gelten als authentische Beiträge zur Kunst der Moderne.
Die Beschäftigung mit zeitgenössischer niederländischer Kunst innerhalb des Staatlichen Museums Schwerin ist vor dem Hintergrund der umfassenden Gemäldesammlung aus dem Goldenen Zeitalter des 17. Jahrhunderts zu sehen. Inzwischen zählen 12 Werke von Jan Henderikse zum Schweriner Bestand.