Staatliches Museum Schwerin

Icke Winzer, No 120 und  No 130,1980 Raumaufnahme

Im Jahr 1994/95 bereitete das Staatliche Museum Schwerin eine Ausstellung zum Werke des Frankfurter Malers Icke Winzer vor. Seit dieser Zeit gehört eine kleinere Werkgruppe des Künstlers zur Gemäldesammlung, die sich aus einigen Ankäufen und Dauerleihgaben zusammensetzt. Zu den Leihgaben zählten seit der Mitte der 90er Jahre zwei großformatige Gemälde in den Dimensionen von
200 x 400 cm, die der Künstler nun dem Museum geschenkt hat, so dass sich von ihm insgesamt acht Gemälde im Bestand befinden.
Die Bedeutung des Malers Icke Winzer, 1937 in Berlin geboren, liegt in seinem radikalen Umgang mit dem Medium Farbe. Seine Werke, die der Neueren Konkreten Kunst zuzurechnen sind, zeichnen sich durch den Verzicht auf jegliche Gegenständlichkeit aus. Wesentlichstes Anliegen Winzers ist, die Farbe als eigenständiges Ausdrucksmittel zu betonen.
Obwohl sich Winzers Bilder scheinbar unbunt darbieten, der alles beherrschende Ton ist die Farbe Grau, wirken die Werke dennoch beseelt durch ein differenziertes Kolorit. Die Farbfindungen verdanken sich komplexen Vorgängen, bestehend aus Überlagerungs-, Mischungs- und Schichtungsprozessen. Besonders fällt an den zwei extrem langestreckten Bildern deren glatte und dennoch duftig anmutende Spachtelflächen auf.