Staatliches Museum Schwerin

Gemäldezuwachs  in Schwerin:
Porträt Herzog Christian Ludwig II., Begründer der Sammlung
Christoph Müller, Berlin, beschenkt Schweriner Museum

Der Berliner Sammler Christoph Müller bereichert das Staatliche Museum Schwerin durch die Schenkung eines Porträts des Herzogs, der die mecklenburgische Sammlung begründet hat: Christian Ludwig II. (1683 – 1756). Das Porträt hat der Schweriner Hofmaler Georg Weissmann 1731 zweifellos für den Herzog gemalt.
Das Gemälde von hoher Qualität ergänzt die bereits vorhandenen Bildnisse der Herzogin Gustave Caroline, Gemahlin Christian Ludwigs, und des Zars Peter III. Zudem kann es möglicherweise Weissmanns Autorenschaft für einige bisher anonyme Gemälde in den Depots des Museums belegen. In den Inventaren der mecklenburgischen Schlösser sind zahlreiche Gemälde, darunter Kopien älterer Meister, Vergrößerungen und eigene Werke von Weissmann verzeichnet.

Georg Weissmann (um 1706-1760) war Hofmaler in Schwerin, bis er 1742 von Friedrich August II., Kurfürst von Sachsen und König von Polen, nach Dresden berufen wurde. Weissmann kopierte berühmte Werke der Dresdener Galerie für den mecklenburgischen Herzog und knüpfte den Kontakt zwischen Christian Ludwig II. und dem Dresdener Hofmaler Christian Wilhelm Ernst Dietrich. Auch berichtete er nach Schwerin über andere Künstler wie den jungen Anton Raphael Mengs oder Kunstereignisse in der kurfürstlichen Residenz. Im Landesarchiv liegen 90 Blatt Korrespondenz zwischen Weissmann und dem Schweriner Hof, die noch kaum ausgewertet ist.

Bilddaten:
Georg Weissmann, Porträt Christian Ludwig II., Leinwand, 77,8 x 64,4 cm, signiert und datiert 1731