Staatliches Museum Schwerin

Fluxus ist nach dem Dadaismus der 1920er Jahre die zweite große Avantgarde-Strömung des 20. Jahrhunderts, die mit dem traditionellen Kunstbegriff bricht und den Versuch unternimmt, Kunst und Leben miteinander zu verbinden (lat. fluxus = fließend). Ein weiteres Ziel ist, die unterschiedlichsten Kunstformen in einen Dialog zu bringen, um die alten Grenzen von Musik, bildender Kunst, Tanz und Theater zu überwinden.
Begründet wurde die Fluxus-Bewegung 1962 von George Maciunas in New York. Noch im selben Jahr fanden die „Internationalen Festspiele Neuester Musik” als Fluxus-Manifestation im Museum Wiesbaden statt. Es folgten weitere Aktionen in Köln, Kopenhagen, Paris und anderen Städten Europas.
Die meisten Kunstwerke entstanden im Rahmen von Aktivitäten, als Installationen oder als experimentelle Musikkompositionen. Alltägliche Gegenstände konnten durch die Signatur des Künstlers oder durch ihre Einbindung in eine Aktion zum Kunstwerk erhoben werden. Namenhafte Vertreter des Fluxus sind u. a. John Cage, Al Hansen, George Brecht, Ben Patterson, Joe Jones, Dick Higgins, Takako Saito, Wolf Vostell, Yoko Ono, Ben Vautier, Robert Filliou, Arthur Køpcke, Nam June Paik und Joseph Beuys.

Kontakt

Dr. Gerhard Graulich
T 0385 5958 142
graulich@museum-schwerin.de