Staatliches Museum Schwerin

Das Münzkabinett dokumentiert anhand des Münzmaterials in lückenloser Folge die Münzprägung in Mecklenburg vom Beginn im 13. Jahrhundert bis zu den letzten Prägungen der Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.
Damit finden sich in der Sammlung die verschiedenen Münzsorten; angefangen von den Brakteaten über Denare, Witten, Sechslinge, Schillinge, Taler, Groschen bis zu den Prägungen der Mark, die als Währungseinheit des Deutschen Reiches nach 1871 erscheint.
Die Brakteaten, die durch einseitiges Beprägen dünner Silberblechschrötlinge hergestellt wurden, zeigen als Münzsymbol stets den Stierkopf, dessen Ursprung als mecklenburgisches Landessymbol noch nicht endgültig geklärt ist.
Innerhalb der mecklenburgischen Münzreihen stellen die Taler des 16. und 17. Jahrhunderts die schönsten und repräsentativsten Gepräge dar. Wahlsprüche, Wappen, Christus als Salvator mundi, aber vor allem die Fürstenporträts zeigen Höhen und Tiefen der Stempelschneidekunst. Selbstbewusst, immer der Mode verpflichtet, mit Hut, Barett, goldenen Ketten, militärisch im Harnisch und mit Feldherrnstab, lassen sich Mecklenburgs Fürsten auf ihrem Geld abbilden.
Zum Bestand des Kabinetts gehören aber nicht nur herzogliche Emissionen, sondern auch Münzen der über das Münzrecht verfügenden Städte Rostock und Wismar.

Kontakt

PD Dr. Torsten Fried
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t.fried@museum-schwerin.de