Staatliches Museum Schwerin

Der Bestand an historischen Uhren umfasst Beispiele berühmter Meister aus den Zentren der Uhrmacherkunst Europas. Namen wie Dutertre, Berthoud, Brocot, Thuret oder Balthazar aus Paris; Cabrier und Norton aus London oder Kinzing aus Neuwied belegen im Zusammenhang mit den erstklassigen Meisterwerken eines David Roentgen die Qualität der Sammlung. Deren Bedeutung erwächst im Wesentlichen aus dem Bestand an französischen Pendulen von der Mitte des 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, die das Gros der Uhren stellen: prachtvolle Zeitmesser, die höchste Kunstfertigkeit mit technischer Perfektion vereinen. An ihnen sind die Grundzüge der stilistischen Entwicklung nachvollziehbar. Daneben stehen deutsche und englische Uhren von hervorragendem Niveau sowie Taschenuhren namhafter Hersteller. Sonnen- und Sanduhren, Taschenuhrständer und Kuriosa ergänzen den Sammlungsbestand. Während viele der Stand- oder Tischuhren und Bodenstanduhren vormals zur Ausstattung der herzoglichen Schlösser dienten, stammt das älteste Exponat, eine vierläufige Sanduhr des 15./16. Jahrhunderts, aus der Kirche zu Matzlow. Ein Großteil der Uhren wird nach der umfassenden Restaurierung von Schloss Ludwigslust dort in der ständigen Ausstellung zu sehen sein, einzelne Exemplare jedoch – darunter die beiden Roentgenuhren aus den Jahren von 1785-87, die heute zur Sammlung der Herzogin zu Mecklenburg-von Solodkoff gehören – werden im Schweriner Schloss gezeigt. Ein umfangreicher Katalog zu diesem Sammlungsbereich aus dem Jahr 2000 stellt den Gesamtbestand in Wort und Bild vor.

Information

Kontakt

Antje Marthe Fischer
T 0385 5958 202
fischer@museum-schwerin.de