Staatliches Museum Schwerin

In der Möbelsammlung befinden sich herausragende Werke der Möbelkunst vor allem aus Renaissance, Barock und Rokoko sowie dem 19. Jahrhundert. Bei den reich beschnitzten Schränken und Truhen des 16. Jahrhunderts fällt ein Kabinettschrank aus Genua ins Auge, dessen figürlicher Schmuck aus Putten und Engeln das gesamte Rahmenwerk bedeckt. Aufgrund ihrer kostbaren Pietra dura-Technik ziehen zwei Kabinettschränke aus Florenz und Augsburg von der Mitte des 17. Jahrhunderts besondere Aufmerksamkeit auf sich. Diese eindrucksvoll mit Halbedelsteinen und Elfenbein eingelegten Objekte zählen zu den gefragtesten Kunstmöbeln ihrer Zeit und entstanden vorwiegend in höfischem Auftrag. Zur Sammlung gehören prunkvolle Barock- und Rokokoschreibsekretäre, die in Intarsientechnik verziert sind. Sie bereichern die Sammlung ebenso wie Arbeiten von David Roentgen mit ihren charakteristischen Bronzeverzierungen.
Auch von norddeutschen Schreinern sind Beispiele vorhanden, vor allem Truhen und große, eindrucksvolle Barockschränke. Ludwigsluster Arbeiten – eine Standuhr sowie ein Schrank mit Applikationen aus Pappmaché – gehören dabei zu den außergewöhnlichsten Möbeln.
Das 19. Jahrhundert ist vor allem durch qualitätvolle Biedermeierensemble vertreten: Sitzmöbel, Schränke, Vitrinen, Tische und Dekorationen mit Mahagoni- oder Birkenfurnier. Sehr repräsentativ sind auch die mit dunklem Mahagonifurnier und vergoldeten Schnitzereien verzierten Empiremöbel, die aus der Ausstattung des Doberaner Palais von Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin stammen. Die hervorragendsten Beispiele aus der Möbelsammlung sind in den Schlossmuseen in Schwerin, Güstrow und Ludwigslust ausgestellt.

Kontakt

Antje Marthe Fischer
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fischer@museum-schwerin.de