Staatliches Museum Schwerin

Zu den merkwürdigsten Attraktionen gehört die Sammlung von 29 Nachbildungen historischer Bauwerke in Kork. Sie gehen auf einen Ankauf des Herzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin (seit 1815 Großherzog) zurück. In den letzten Jahren an der Wende zum 19. Jahrhundert von dem damals in Erfurt ansässigen Phelloplastiker Carl May (1747–1822) angefertigt, wurden sie direkt nach Ludwigslust geliefert und fanden dort Aufstellung auf einem langen Tisch in der Galerie. Nach der bevorstehenden Sanierung und Restaurierung des Schlossinneren wie auch der überwiegenden Zahl der derzeit magazinierten Modelle werden diese am historisch verbürgten Ort wieder zu erleben sein.
Dass May auch Konditor war, liefert einen Hinweis auf ihre Nutzung als Dekorationen auf der Tafel, wo sie Anlass zu kultivierten Inhalten liefern sollten. Darüber hinaus dienten sie andernorts auch als Lehr- und Anschauungsobjekte beim Studium der Architektur.
Mit den Spuren von Verwitterung, der Aura des Authentischen und in getreuem Maßstab sind überwiegend römische Bauten und Ruinen aus der Antike wiedergegeben, die Zielpunkt zahlreicher Bildungsreisender jener Zeit waren. Unter den Bögen, Toren und Tempeln befinden sich Titus- und Konstantinsbogen, Vesta-, Saturn- und Dioskurentempel oder auch die Cestius-Pyramide. Allein der Tempietto von Bramante und das Denkmal am Brühler Tor bei Erfurt zeigen Bauwerke aus der Renaissance bzw. Gotik.

Kontakt

Dr. Karin Annette Möller
T 0385 5958 200

k.moeller@museum-schwerin.de