Staatliches Museum Schwerin

Der Bestand an Elfenbeinarbeiten gehört zu den Glanzpunkten der Sammlungen. Der überwiegende Teil dieser etwa 300 Objekte stammt aus einer Blütezeit der Elfenbeinschnitzkunst Europas, die vom 16. bis 18. Jahrhundert währte und eng an die Herausbildung von fürstlichen wie auch bürgerlichen Kunstkammern geknüpft war.
Nicht allein ihr Umfang bestimmt die Namhaftigkeit der Schweriner Sammlung, die vor allem auf Erwerbungen zweier Mecklenburg-Schweriner Fürsten, Herzog Christian Ludwig II. und Großherzog Friedrich Franz I., aus der Mitte des 18. bzw. des frühen 19. Jahrhunderts fußt: Auch eine Reihe darin enthaltener, überaus qualitätvoller Stücke wie in Augsburg oder Hamburg gefasste Humpen, vielfigurige Pokalwandungen, fein geschnitzte Statuetten und Reliefs unterschiedlichster Provenienz prägen diesen Fundus. Signierte Arbeiten von herausragenden Künstlern wie David Heschler, Joachim Hennen, Paul Heermann, Mathias Kolb, Johannes Sporer, Simon Troger, Theophil Wilhelm Frese und Mitgliedern der für den Schweriner Hof tätigen Lücke-Familie belegen ihre hohe Wertigkeit. Die Vielfalt der Sammlung, die ebenso Kleinkunstwerke oder gedrechselte Gefäße und Reliefs, sowohl Porträts als auch szenische Darstellungen enthält, führt einen spezifischen Bereich fürstlicher Sammellust wie auch die hohe Wertschätzung des subtilen Materials Elfenbein in jener Zeit vor Augen.
Der Bestand wird in den kommenden Jahren in den Häusern des Staatlichen Museums Schwerin dauerhaft zu sehen sein.

Bestandskatalog “Elfenbein – Kunstwerke des Barock”

Kontakt

Dr. Karin Annette Möller
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