Staatliches Museum Schwerin

Ein kleineres Sammlungsgebiet, das 55 Objekte umfasst, wird durch Arbeiten aus Eisenguss gebildet. Die Produkte der Preußischen Gießereien in Berlin und Gleiwitz begründeten den Ruhm des Eisenkunstgusses im beginnenden 19. Jahrhundert. Namhafte Künstler lieferten Entwürfe für das technisch und künstlerisch perfekt umgesetzte Herstellungsprogramm der Gießereien, so dass die Erzeugnisse über die Grenzen Europas hinaus berühmt wurden. In der Sammlung sind Schmuck, Kleingerät und figürliche Güsse nach Entwürfen von Christian Daniel Rauch oder August Kiss vertreten, ebenso Reliefplaketten von Leonhard Posch. Dieser Künstler, der für die Ausprägung der Bildnismedaille an den Preußischen Gießereien, aber auch an der Königlichen Porzellanmanufaktur und der Münze in Berlin führend war, porträtierte vor allem die Königliche Familie, wie die Eisengussplaketten von König Friedrich Wilhelm IV., Königin Luise oder der Tochter Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin anschaulich vor Augen führen. Doch auch Angehörige der Hofgesellschaft, europäische Herrscher und Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Politik gehören dazu.
Unter den filigranen Schmuckstücken der Sammlung sind Gedenk- oder Trauerarmbänder für die königliche Familie vertreten, ebenso Modelle der berühmtesten Berliner Hersteller J. C. Geiss und P. Devaranne. Eine Auswahl der Eisengussarbeiten ist im Schweriner Schloss ausgestellt.

Kontakt

Antje Marthe Fischer
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