Kunstfertigkeit und Vielfalt prägen die kunsthandwerklichen Sammlungen des Staatlichen Museums Schwerin. Hervorgegangen aus herzoglichem Kunstinteresse, schließen sie heute weit über 10.000 Objekte von der Antike bis in die Gegenwart sowie das Münzkabinett mit etwa 32000 Münzen und Medaillen sowie Orden und Ehrenzeichen, Briefmarken und Dokumente aus vorphilatelistischer Zeit ein. Kostbarkeiten aus Gold und Silber, Elfenbein, Bernstein, Perlmutt, Wachs, Kork, Glas oder Eisen führen auf kunstvolle Weise die Wertschätzung und den eigenständigen Einsatz dieser Materialien zu verschiedenen Zeiten vor Augen. Während historische Waffen oder Uhren sehr augenscheinlich künstlerische Meisterschaft mit neuesten technischen Innovationen verbinden, veranschaulichen auch Möbel oder Fächer stilistische Strömungen und handwerkliche Neuerungen ihrer Zeit. Unter den umfangreichen keramischen Beständen, antiker Keramik, Fayencen, Porzellan, Steingut und Steinzeug zählt der etwa fünfhundert Objekte umfassende Fundus an Meissener Porzellanen des 18. Jahrhunderts zu den namhaftesten Schätzen des Museums.
Ausgehend von der prägenden Entstehungszeit des jeweiligen baulichen Ensembles, werden Werke der angewandten Kunst in den Schlössern Güstrow, Ludwigslust und Schwerin ausgestellt; viele sind mit Personen aus der herzoglichen Familie verbunden und an ihrem originären Ort zu sehen.
Darüber hinaus widmen sich Sonderausstellungen in den Kunstsammlungen speziellen Sammlungsgruppen aus diesem reichen Fundus.

