Staatliches Museum Schwerin

Impressionismus und Symbolismus sind mit wenigen, jedoch qualitätvollen Werken in der Sammlung vertreten, u. a. von Max Liebermann, Lovis Corinth, Carl Schuch oder Franz von Stuck.
Wilhelm Lehmbrucks sensibel gestaltete Büste Kopf der großen Sinnenden (1914) ist als wichtiges Beispiel für die expressionistische Skulptur zu erwähnen.
Die futuristisch inspirierte Collage Der Zeitgeist (1927) von Paul Fuhrmann liefert in frappanter Weise eine Diagnose der politischen Verhältnisse am Vorabend der Weltwirtschaftskrise. Einflüsse der Neuen Sachlichkeit finden sich bei Heinrich Ehmsen und Paul Kuhfuss. Gesellschaftskritische Themen während der 20er und 30er Jahre werden in den Werkgruppen von Otto Nagel und Hans Grundig reflektiert. Seinen Gekreuzigten Christus (1934) widmete Grundig Pastor Sieg, der ihn vor der Gestapo beschützt hatte.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Gemälde, die im Zusammenhang mit den norddeutschen Künstlerkolonien in Worpswede (Otto Modersohn), Schwaan (Rudolf Bartels, Alfred Heinsohn) und Usedom (Herbert Wegehaupt, Otto Niemeyer-Holstein und Otto Manigk) stehen.
Zu den herausragenden Künstlern, die Gemälde und Skulpturen in der DDR schufen und einen besonderen Schwerpunkt in der Sammlung bilden, zählen u. a. die umfangreichen Sequenzen von Heinz Dubois, Wieland Förster, Kurt Querner, Sighard Gille, Josef Hegenbarth, Hans Jüchser, Harald Döring, Heinz Zander.
Wolfgang Mattheuers berühmtes Schwebendes Liebespaar von 1973 weist bereits auf die Widersprüche des sozialistischen Realismus hin.

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Dr. Gerhard Graulich
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