Staatliches Museum Schwerin

Oudry (1686 – 1755) begann 1724 seine Karriere als Hofmaler Ludwig XV., speziell als Maler der königlichen Jagden. Berühmt wurde er vor allem durch seine prachtvollen Jagdstillleben. Seit 1734 wirkte er als Direktor der Bildteppichmanufaktur in Beauvais und schuf Werke für zahlreiche europäische Fürstenhäuser.
1732 erhielt er den ersten Auftrag von Herzog Christian Ludwig II. von Mecklenburg-Schwerin. In einem Zeitraum von 23 Jahren erwarb der Schweriner Hof zahlreiche Werke, darunter jene einmalige Serie von zehn lebensgroßen Bildnissen exotischer Tiere der Königlichen Menagerie, die ursprünglich für den Königlichen Botanischen Garten in Versailles geschaffen worden war. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung eines indischen Panzernashorns. Oudry sah dieses in vielen europäischen Städten als Jahrmarktsattraktion gezeigte Tier namens Clara 1749 in Paris.
Mit Ausnahme großformatiger Jagdkompositionen ist Oudrys Schaffen in Schwerin repräsentativ vertreten. 34 Gemälde unterschiedlicher Thematik und 42 Handzeichnungen bilden den umfangreichsten und qualitätvollsten Museumsbestand von Werken dieses hervorragenden französischen Meisters.

Kontakt

Dr. Gero Seelig
T 0385 5958 145
g.seelig@museum-schwerin.de