Staatliches Museum Schwerin

Die Beletage war im 19. Jahrhundert Gesellschaftsräumen und der Wohnung der Großherzogin vorbehalten. Zu den aufwändig restaurierten Appartements zählen unter anderem Speise-, Tee-, Winter- und das Wohnzimmer der Großherzogin. Besonders eindrucksvoll sind die vielfältigen Beispiele einer meisterhaften Materialimitation durch holzfarbenen Stuck, bronzierten Eisenguss, kunstvoll gefärbten Stuckmarmor und virtuos verarbeitetes Papiermaché, das Reliefschnitzereien vortäuscht. Vielfach gehen die Entwürfe der Inneneinrichtung auf Friedrich August Stüler zurück, den der preußische König Friedrich Wilhelm IV. nach Schwerin vermittelte.

Einen besonderen Höhepunkt der Raumfolge stellt das Blumenzimmer im seeseitigen Hauptturm dar. Durch üppige Stuckzier und Malereien reich geschmückt, gewährt der Salon einen weiten Ausblick über den Schweriner See in die Landschaft und bot ehemals auch direkten Zugang in den Burggarten.