Nach Abschluss von Sanierungsarbeiten ist im Schweriner Schloss in den ehemaligen Kinderzimmern die Porzellangalerie mit neuer Präsentation ab sofort wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Porzellansammlung des Staatlichen Museums Schwerin zählt zu den bedeutendsten ihrer Art.
Die im Schloss gezeigte Auswahl vermittelt mit rund 380 Einzelexponaten einen eindrucksvollen Überblick über die Geschichte des ‚weißen Goldes’ von der experimentellen Frühzeit in Sachsen bis zu den Schöpfungen der Moderne.
Die Fülle der Ausstellungsstücke bietet in neuen, großzügigen Vitrinen nicht nur ästhetischen Genuss, sondern auch spannende Einblicke in den Wandel der Stil-, Kultur- und Technikgeschichte. Zu den Glanzstücken zählen Erzeugnisse der Meissener Manufaktur und der KPM in Berlin, darunter exquisite, farbig bemalte Porzellanfiguren von Johann Joachim Kaendler sowie reich dekorierte Berliner Prunkgeschirre.
Den Grundstein der heutigen Kollektion legte der kunstsinnige Herzog Christian Ludwig I. Einige der ausgestellten Porzellane aus seinem Besitz zierten schon im 18. Jahrhundert die Schlossräume. Gezeigt wird auch die erst kürzlich dauerhaft für das Museum gesicherte, weltweit einzigartige Kleinskulptur eines barocken Feldherrn aus Böttgersteinzeug aus ehemals jüdischem Besitz. Häufig gelangten die Exponate aufgrund dynastischer Verbindungen nach Schwerin, so auch die Service der 1799 nach Mecklenburg verheirateten Zarentochter Helene Paulowna. Erstmals seit Jahren wieder zu sehen sind Porzellane ab 1900, darunter bedeutende Jugendstil-Schöpfungen aus Kopenhagen, Barlachfiguren und modernes Meißen vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
weitere Informationen
Aus Anlass der Wiedereröffnung wird bis 11. März 2012 der Führer zur Porzellanausstellung kostenfrei an jeden Besucher abgegeben. Geöffnet Di-So, 10-17 Uhr


