Staatliches Museum Schwerin

Der im Zuge des Schlossumbaus bis 1857 auf der Burginsel angelegte Garten verbindet höchst originell die italienische Tradition terrassierter Villengärten mit Elementen des englischen Landschaftsparks. So entstehen vielteilige, kunstvoll miteinander verschränkte Gartenräume. Die Orangerie – Mittelpunkt und Glanzstück des Burggartens – ist mit ihrer Fassade aus Eisenkunstguss und Glas und ihrer unmittelbaren Verbindung zum Schloss einzigartig in Europa.
Eine gusseiserne Drehbrücke führt in den Schlossgarten. Er bewahrt eine in Norddeutschland einmalige Barockanlage mit doppelarmigem Kreuzkanal als Zentrum und Symmetrieachse. 1754/55 schmückte man ihn mit Skulpturen aus der Werkstatt des Dresdner Barockbildhauers Balthasar Permoser. Eine bedeutende Erweiterung als englischer Landschaftspark erfuhr der Schlossgarten im 19. Jahrhundert nach Entwürfen des preußischen Gartendirektors Peter Joseph Lenné. Anlässlich der BUGA 2009 entstand flankierend zum Burgsee ein Inselgarten des 21. Jahrhunderts.