Staatliches Museum Schwerin

24. Oktober 2014 bis 1. Februar 2015
Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Erbeutet, geraubt, geplündert, gestohlen – hochkarätige Kunstwerke des heutigen Staatlichen Museums Schwerin geben ihre Geheimnisse preis: Die Ausstellung KUNSTRAUB | RAUBKUNST ist jahrzehntelanger Provenienz- forschung gewidmet und macht eine oft detektivische Spurensuche nachvollziehbar.

Die Odyssee der schönsten und wertvollsten Kunstwerke aus den Sammlungen der Mecklenburgischen Herzöge begann 1807 mit dem legendären Napoleonischen Kunstraub. Die in Paris als Trophäen ausgestellten Kunstschätze wurden 1815 nach dem Sieg über Napoleon an Großherzog Friedrich Franz I. zurückgegeben.
Seit den Haager Friedenskonferenzen 1899 und 1907 ist Kunst- und Kulturgut geschützt – die Unan­tastbarkeit ist damit dennoch nicht gesichert.

Im 20. Jahrhundert betrieben die Nationalsozialisten den Kunstraub in nie gekanntem Ausmaß.
Auch im Schweriner Landesmuseum wurden Werke der modernen Kunst aus den Ausstellungen und Depots entfernt oder über Händler verkauft.
Während des 2. Weltkrieges mussten die Kunstwerke ausgelagert werden. Nach Kriegsende wurden einige der schönsten Gemälde im britischen Kunstdepot auf Schloss Celle verwahrt. Waffen und Uniformen der Kriegsgeschichtlichen Sammlung befanden sich in der Sowjetunion. Spektakulär waren die Rückgaben der Waffen 1958 und der Gemälde 1961. Bis heute jedoch sind hunderte „kriegsbedingt vermisster Kunstwerke des Mecklenburgischen Landesmuseums“ zu beklagen und auf lostart.de dokumentiert.

Ehemals im Staatlichen Museum Schwerin befindliche Kunstwerke werden durch Leihgaben und durch die Präsentation vermisster Stücke, die in jüngster Zeit unerwartet zurückgegeben wurden, für die Besucher erlebbar.

Die bisher jüngste Rückgabe ist ein Bildnis zweier Kinder im Park von Adriaen Hanneman. Die beiden Heimkehrer trafen im Juni 2014 in Schwerin ein nachdem sie 1945 verschwanden. Im Jahr 2005 vermittelte die Magdeburger Koordinierungsstelle (lostart.de) einen Kontakt aus den USA an das Museum. Das Gemälde war gesehen und fotografiert worden. Die vorsichtigen Versuche, es zurück zu bekommen, zogen sich jahrelang hin. Schließlich wandte sich das Museum im Jahr 2012 an das Generalkonsulat der USA. Ende 2013 meldete sich dann das FBI beim Museum: Das Gemälde war sichergestellt. Nun war es nur noch eine

Formsache, bis die beiden Ausreißer nach siebzig Jahren wieder nach Hause kamen.

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