Staatliches Museum Schwerin

Beginnend mit der Wiedereröffnung des Museums 1945 wurde dieses personell grundlegend umstrukturiert. Programmatisch etablierte sich bis heute die kontinuierliche Durchführung von Sonderausstellungen. Allerdings kehrten namhafte Bestände aus ihren Auslagerungsorten nicht zurück.
In der DDR verfolgte man ein neues museales Prinzip, bei dem der Fokus auf die Zusammenhänge zwischen künstlerischen Schaffen und gesellschaftlicher Entwicklung gelegt wurde. Als 1961 die im Krieg ausgelagerten Bestände, darunter Werke von Frans Hals und Carel Fabritius, aus dem zentralen Kunstgutlager Celle rückgeführt wurden, konnte sich das Schweriner Museum endgültig einen internationalen Rang sichern und seinen Platz unter den bedeutendsten Kunstmuseen der DDR einnehmen. Seit dem Herauslösen der historischen Bereiche in den 70er Jahren präsentiert sich das Museum am Alten Garten ausschließlich als Kunstsammlung. 1972 wurden im Schloss Güstrow und 1975 im Schloss Schwerin Außenstellen eingerichtet, in den 80er Jahren folgte Schloss Ludwigslust.

Frans Hals, Brustbild eines lachenden Knaben mit Weinglas, um 1627, © Staatliches Museum Schwerin