Kunsthandwerkliche Sammlungen

 

 

Uhren


Im Bestand des Staatlichen Museums Schwerin befinden sich kostbare Zeitmesser aus den Zentren der Uhrmacherkunst Europas und aus der ehemaligen Sammlung Herzog Friedrichs von Mecklenburg. Namen wie Dutertre, Berthoud, Brocot, Thuret oder Balthazar aus Paris oder Cabrier und Norton aus London belegen die Qualität der Schweriner Uhrensammlung. Ihren Schwerpunkt bilden französische Pendulen von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts - prachtvolle Uhren, die technische Perfektion mit höchster Kunstfertigkeit vereinen und die die verschiedenen stilistischen Entwicklungen ihrer Zeit eindrucksvoll belegen. Gerade die in Frankreich und speziell in der Pariser Uhrmacherkunst hervorgebrachten Stile, Formen und thematischen Inhalte wirkten vorbildlich für den gesamten europäischen Kontinent. Es befinden sich Sonnen- und Sanduhren, Taschenuhrständer oder Kalenderscheiben in der Sammlung, deren Ursprung die ehemals herzoglichen Kunstschätze bilden. Gerade Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin interessierte sich für die mechanischen Künste und die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft und ließ eigene Konstruktionszeichnungen und Erfindungen, wie die einer "Wasseruhr" ausführen.


Abb. oben:
Pendule mit Personifikation der Ewigkeit, Ende 18. Jahrhundert
 

 


Pendule in Boulle-Technik
Paris, nach 1855