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Die Porzellansammlung mit nahezu dreitausend Stücken, davon allein ein
Drittel aus der Manufaktur in Meißen, stellt den bedeutendsten Bestand
innerhalb des Kunsthandwerks dar. Den Beginn der Sammlung bildeten
Porzellane, die Herzog Christian Ludwig II. zur Ausstattung seiner Schlösser
zusammentrug.
Die älteste europäische Manufaktur Meißen ist mit frühesten Arbeiten aus
Böttgersteinzeug ebenso vertreten, wie mit von Hausmalern bemaltem Geschirr,
Servicen von J. G. Höroldt und Plastiken von J. J. Kaendler. Basierend auf
dem qualitätvollen Fundus von Altmeißener Porzellanen begann das Schweriner
Museum als einziges in Deutschland bereits im Jahre 1963 mit dem Ankauf
zeitgenössischer Porzellane aus Meißen.
Die neben Meißen bedeutendste Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts, die
KPM Berlin, ist in der Sammlung ebenfalls reich vertreten und selbst frühe
Arbeiten von J. C. Wegely und J. E. Gotzkowsky sind dokumentiert. Aufwendige
Geschenke wie ein vielfiguriger Tafelaufsatz nach H. C. Genelli oder
repräsentative Serviceteile der Großherzogin Alexandrine von
Mecklenburg-Schwerin aus dem 19. Jahrhundert gehören zu den
eindrucksvollsten Schöpfungen der KPM wie der Porzellankunst überhaupt.
Die seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Deutschland wie im übrigen Europa
entstehenden Porzellanmanufakturen sind unter anderem mit Arbeiten aus
Höchst, Fürstenberg, Gotha, Wallendorf, Kloster Veilsdorf, Nymphenburg,
Wien, Petersburg, Sèvres und Paris vertreten.ell hergestelltes Glas.
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Frühstücksservice, Meißen, um 1730

Deckelterrine mit Untersatzplatte,
KPM, 1822
Abb. oben: Der Handkuss, Meißen, 1737 |