Die Italienersammlung
zeichnet sich vor allem durch ikonographisch reizvolle Werke sowie die Widerspiegelung
nordalpinen speziell deutschen Einflusses aus. Ein gutes Beispiel dafür bildet die 1500
gemalte Pietá auf einem umbro-florentinischen Tafelbild für Guglielmo Altoviti.
Ebenfalls im Güstrower Schloss zu sehen ist Tintorettos Bildnis eines venezianischen
Edelmannes aus den fünfziger Jahren des 16. Jh. im von Tizian begründeten repräsentativen
Porträttyp der Dreiviertelfigur. Bis 1863 hing es gemeinsam mit dem ebenfalls
dreiviertelfigurigen Bildnis des Admirals Sebastiano Venier in den Logierzimmern des
Schlosses zu Ludwigslust.
Als angebliches Werk des Paolo Veronese kam ein Leinwandgemälde in die Sammlung, das eine
zeitgenössische Darstellung von Berninis 1652 vollendeter Cornaro-Kapelle in Santa Maria
della Vittoria zu Rom zeigt und die Vorlage für deren derzeitige Restaurierung bildet.
Jacopo Tintoretto
Bildnis eines sizilianischen Edelmannes,
um 1555
Abb. oben:
Pietà zwischen den Heiligen Johannes Baptista
und Paulus, umbro-florentinisch, 1500