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Mail Art als demokratische, spontan und aktuell auf Zeitgeschehen
reagierende Kunstform entwickelte sich in den 60er Jahren zuerst in den USA
und wurde wenig später auch in Europa praktiziert. Unter Mail Art wird nicht
die persönliche Korrespondenz zwischen zwei Personen verstanden, sondern die
Kommunikation mit Kunst zu konkret ausgeschriebenen Projekten. Die Themen
stellen sich allgemeinen Lebensfragen, artikulieren kritisches Bewusstsein
im Umgang mit der Natur ebenso, wie sie menschliche Grundrechte wie Freiheit
und Demokratie einklagen und Positionen der künstlerischen Moderne
aufgreifen. Das Motto o fee, no Jury, no return lässt keine
Einschränkungen in Inhalt und Ausdrucksformen zu. Im Netzwerk der Mail Art
agierten sowohl Künstler als auch Laien. Mit der Mail Art entwickelte sich
auf der Basis des Postsystems eines der ersten internationalen Netzwerke
vor dem Internet, das weltweiten Gedanken- und Kunstaustausch ermöglichte.
Es fungierte bis 1989 auch als subversives Underground-Kommunikations- und
Informationssystem. Vor allem für osteuropäische Künstler war es von
besonderer Bedeutung, da es ermöglichte, aus der Isolation herauszutreten
und Kontakte zum internationalen Kunstgeschehen aufzunehmen. Mit der Mail
Art entwickelten sich spezielle Ausdrucksmedien wie die Stempelkunst, die
Künstler-Briefmarke, der gestaltete Umschlag, die Postkarte, das Plakat und
die Assemblings.
Wesentliche Teile des Schweriner Mail Art-Archivs bestehen aus der Sammlung
des Berliner Künstlers und Mailartisten Joseph W. Huber, der seit den frühen
70er Jahren im Mail Art-Netzwerk aktiv war.
Abb. oben: Robert Rehfeldt, Postkarte, 1979
Besuch
des Kabinetts nach vorheriger Anmeldung
bei
Frau
Dr. Kornelia Röder
Tel. 0385-5958172
roeder@museum-schwerin.de
Einblick in die
Sammlung
Literatur:
Kornelia Röder
Topology and Functionality of the Mail Art Network and its specific
significance for Eastern Europe between 1960 and 1989
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Volume 5
Summary of the dissertation
Download
(im pdf - Format)
Kongress: Osteuropa im internationalen
Netzwerk, 1996
Bilddokumentation
Kongress,
Ausstellung,
Performance
Aktuelle Links:
Ray Johnson. Please Add to & Return" Notes by Alex
Sainsbury, curator of the exhibition
How to Draw a Bunny: Reconsidering Mail Art
Thursday, February 11, 8:00 PM–10:30 PM
Grand CD North, Gold Level, East Tower, Hyatt Regency Chicago
Chair: Stephen Perkins, University of Wisconsin, Green Bay
Portrait of Robin Crozier
Simon Anderson, School of the Art Institute of Chicago
The Origins and Formation of the Mail-Art Network: 1959-79
Michael Crane, Schneider Museum of Art, Southern Oregon University
Mailings from the Margins of South America: Edgardo-Antonio Vigo's Mail-Art
Practice
Vanessa K. Davidson, Institute of Fine Arts, New York University
Relations between Ray Johnson and Eastern Europe
Kornelia Roder, Staatliches Museum Schwerin
My Paper's in the Mail: A Response to the Panel
Craig Saper, University of Central Florida
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Birger Jesch
Schießscheiben-Projekt, 1981

R. Nikonova / S. Segay, Double
Assembling Magazin, 1993

Blick in den Studiensaal
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Literatur

Topologie und Funktionsweise des Netzwerks
der Mail Art
Seine spezifische Bedeutung für Osteuropa von 1960 bis 1989
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 5
Salon Verlag, Cologne 2008
http://www.salon-verlag.de/index.htm?schriftenreihe.htm

Mail Art - Osteuropa im internationalen
Netzwerk, Band 1
Kongressdokumentation, Band 2
Kornelia von Berswordt-Wallrabe, Kornelia Röder, Guy Schraenen
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