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Hauptströmungen des 20.
Jahrhunderts lassen sich durch Werkgruppen und spezielle Sammlungsschwerpunkte belegen. Vor
allem die Einzelgänger, Künstler, die sich außerhalb der Stile bewegten, sind in Schwerin
zu finden. So bilden Zeichnungen von Paul Holz und Druckgraphiken von Käthe Kollwitz einen
wesentlichen Schwerpunkt. Mit Werken von Otto Nagel, Hans und Lea Grundig, Heinrich Ehmsen
und Sella Hasse aus den 20er und 30er Jahren dominiert eine an der Realität orientierte
Kunstauffassung.
Handzeichnungen von Tisa von der Schulenburg, von Josef Hegenbarth und von Max Schwimmer
stellen weitere bemerkenswerte Sammlungsbereiche dar.
Von 1949 bis 1989 konzentrierten sich die Ankäufe vorwiegend auf Arbeiten von unangepassten
Künstlern der DDR. Farbgraphik und internationale Kinderbuchillustrationen wurden zu einem
eigenständigen Sammlungsgebiet entwickelt.
Seit 1989 führten veränderte Ankaufsmöglichkeiten zu einer Neuprofilierung, die sich im
Erwerb von Graphiken von Robert Delaunay und Alberto Giacometti, dem Ankauf von frühen,
konstruktivistischen Collagen, Tafeln von Hermann Glöckner und in den Arbeiten von John
Cage und Marcel Duchamp widerspiegelt.
Abb. oben:
Käthe Kollwitz, Selbstbildnis,
1924
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