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Die Schweriner Glassammlung stellt ein umfassendes und ausgewogen
repräsentiertes Sammlungsgebiet dar und vermag durch prägnante Beispiele
einen Überblick über die künstlerische Entwicklung des Glases zu geben.
Die ältesten Stücke stellen antike Balsamarien aus der römischen Kaiserzeit
sowie mittelalterliche Reliquiengläser aus mecklenburgischen Kirchen dar.
Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet mit Gläsern aus Böhmen, Schlesien und
Sachsen die Zeit des barocken Glasschnitts. Die Themen der Darstellungen
reichen dabei von den beliebten Moraldarstellungen bis zu Herrscherporträts
und religiösen und mythologischen Szenen. Hervorzuheben sind aus dieser Zeit
die Pokale und Goldrubingläser der Potsdamer beziehungsweise Zechliner
Hütte.
Das 19. Jahrhundert ist mit einer Vielfalt neuer Glastypen und Dekorformen
vertreten und bewahrt auch Werke der bedeutendsten Glas- bzw. Porzellanmaler
dieser Zeit, von Samuel Mohn und Anton Kothgasser.
Vom Anfang des 20. Jahrhundert stammen zahlreiche Gläser mit den schönsten
Jugendstilformen, darunter signierte Werke von Emile Gallé und Daum Frères.
Eine 1966 begonnene und für das künstlerische Schaffen in der DDR
repräsentative Sammlung enthält sowohl kunsthandwerkliche Einzelstücke als
auch industriell hergestelltes Glas.
Abb. oben: Teekanne, W. Wagenfeld |
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