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Mit etwa 80 Fächern vom frühen 18. Jahrhundert bis zum Beginn
des 20. Jahrhunderts verfügt das Museum über einen reichen Bestand an den
kostbaren Luxusaccessoires, die nicht nur für Kühlung sorgten und Ungeziefer
abwehrten, sondern seit dem 16. Jahrhundert auch als spielerisches und
ernstes Requisit edler Damen zur Wahrung höfischer Etikette unverzichtbar
waren.
Aus dem ehemaligen Besitz der ersten Gemahlin des Herzogs Johann Albrecht
Elisabeth konnten 1921 allein 29 Fächer erworben werden. Faltfächer,
Briséfächer, Cabrioletfächer, Überraschungsfächer, Pocketfächer, Federfächer
und Kaminfächer aus Europa und Ostasien aus geschnitztem Elfenbein,
ornamental durchbrochenem und bemaltem Horn und Holz, aus geklöppelter
Spitze oder Tüll mit Spitzenarbeit, bemalten Seidenstoffen, kolorierten
Lithographien, Gouache- und Aquarellmalerei auf Papier, Pergament und
Schwanenhaut und aus Leder dokumentieren grenzenlose Phantasie und
hochwertige Kunstfertigkeit.
Entsprechend den verschiedenen Anlässen sind die Fächer mit Allegorien,
Landschaften, galanten und mythologischen Darstellungen, mit Goethes
Novemberlied von 1783/84, sowie Trauer- und Blumendekor oder chinesischen
Genreszenen kunstvoll verziert..
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