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Über 300 Arbeiten der
Elfenbeinschnitzkunst im Staatlichen Museum Schwerin, deren Grundstock Herzog Christian II.
Ludwig in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts legte, geben einen Überblick über die
Entwicklung vom Mittelalter bis zur Blütezeit im 17. und frühen 18. Jahrhundert.
Die höfische Sammelvorliebe für Raritäten zur Ausstattung von Kunst- und Wunderkammern
belegen neben virtuos gefertigten freiplastischen Figuren, wie die Gruppe "Herkules und
Cacus erschlägt einen Philister" des Ulmer Bildhauers David Heschler (1611-1667) aus der
Mitte des 17. Jahrhunderts oder einem "Springenden Pferd" (1752) des am Schweriner Hof
tätigen Kabinett-Bildhauers Carl August Lücke d. J. (1710-1777) auch silbervergoldete
gefasste Deckelhumpen mit umlaufenden figürlichen Szenen des 17. Jahrhunderts.
Zahlreiche Reliefs in Medaillonform mit Porträts der herzoglichen Familie, antiker Kaiser
und Kaiserinnen oder mit Karikaturen werden ergänzt von verzierten Dosen, sog.
"Kombinationsfiguren" aus Elfenbein und Holz und seltenen Kuriositäten aus Kunst, Natur und
Wissenschaften, wie den "Contrefait-Kugelwerken", die, zurückgehend auf die Nürnberger
Familie Zick, Wunderwerke gedrechselter Kunstfertigkeit sind.
Abb. oben: Pokalring mit Schnitzereien
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