|
Das früheste und bekannteste
der Schweriner Cranach-Gemälde stellt einen jungen Mann mit rotem Barett dar, wohl den
zweiundzwanzigjährigen Caspar von Köckritz, der sich 1521 vermählte.
Von den zahlreichen, aus Anlass der 1525 vollzogenen sensationellen Hochzeit Martin Luthers
und der Katharina von Bora entstandenen Bildnispaaren gehören die Schweriner Tafeln aus dem
Jahre 1526 zu den seltenen frühen, kleinformatigen Arbeiten.
Ein Jahr später schuf Cranach die erste datierte Fassung des Themas "Venus und Amor als
Honigdieb", in die ein moralisierender lateinischer Vierzeiler eingefügt ist. In der
Linienbetonung und der ornamentalen Form des gelängten Frauenkörpers zeigt sich eine
Eigenart der manieristischen Kunst.
Vom Altersstil und von der Rückkehr zu spätgotischen Tendenzen geprägt ist das Bildnis
König Ferdinands aus dem Jahre 1548. Zwei Jahre zuvor malte Lucas Cranach d. J. das
lebensgroße ganzfigurige Bildnis des Reformators Martin Luther.
Abb. oben:
Lucas Cranach d. Ä.,
Bildnis Martin Luther, 1526
|
|