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Der für den Brüsseler Hof tätige konservative Meister der Magdalenlegende
erhielt diesen Notnamen nach seinem umfangreichsten Werk, einem Magdalenenaltar der Zeit um
1515. Die nach Schwerin gelangten Flügelaußenseiten zeigen über beide Tafeln hinweg die
Begegnung des auferstandenen Christus mit Maria Magdalena sowie die Stifter mit ihren
Schutzheiligen, König Ludwig IX. von Frankreich und Margarethe von Aix.
Der gleichzeitig in Brüssel wirkende Barent van Orley ist mit einem frühen, um 1513
datierten Altarflügel in der Sammlung vertreten, der Abrahams Opfer und den Künstler als
guten Landschafter zeigt. In der figuralen Komposition begegnen sich Spätgotik,
Hochrenaissance und Manierismus.
Von Frans Floris, dem Haupt der Antwerpener Malerschule im dritten Viertel des 16. Jh.,
stammt der eigenhändige Studienkopf eines kreuztragenden Christus, der seiner umfangreichen
Werkstatt als Vorlage für zwei Altargemälde diente.
Abb. oben:
Franz Floris,
Kreuztragender Christus, um 1554
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