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Wegweisend für die Entwicklung der Schweriner
Gemäldesammlung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist der Entschluss
von Großherzog Friedrich Franz I., wie auch andernorts üblich, einem Maler
die Leitung der Kunstschätze anzuvertrauen.
Verpflichtet wurde für diese Aufgabe der Grabower Maler Friedrich Lenthe.
Durch ihn kamen zeitgenössische Werke u. a. von Louis François Poisson, gen.
Fischer, Heinrich Suhrland oder Friederike Juliane Lisiewska in herzoglichen
Besitz.
Aufgrund der engen verwandtschaftlichen Beziehungen des Fürstenhauses mit
Preußen erhielten auch prominente in Berlin ansässige Künstler Aufträge aus
Mecklenburg, u. a. der Bildhauer Christian Daniel Rauch und der Porträtmaler
Wilhelm von Schadow.
Darüber hinaus erweitern zahlreiche Gemälde von Künstlern anderer deutscher
Kunstlandschaften, so aus Dresden, Düsseldorf und München, das Spektrum. Als
besonders herausragend ist Caspar David Friedrichs frühromantische
"Winterlandschaft" zu erwähnen.
Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet die mecklenburgische
Landschaftsmalerei.
Impressionismus und Symbolismus, wenn auch nur mit wenigen Werken etwa von
Max Liebermann, Lovis Corinth oder Franz von Stuck in der Schweriner
Sammlung anzutreffen, markieren den Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Weitere Sammlungskonzentrationen bieten die veristische Malerei der 20er
Jahre, die Kunst der DDR sowie aktuelle Tendenzen konzeptueller Kunst, wozu
z. B. John Cage und Marcel Duchamp zählen.
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Marcel Duchamp
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Ernst Barlach
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Caspar David Friedrich
Winterlandschaft, 1811

Wolfgang Mattheuer
Schwebendes Liebespaar, 1970
Abb. oben: Wilhelm von Schadow, Bildnis
Erbprinzessin Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin mit ihren Kindern, um1825 |