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Durch die großzügige Unterstützung der Freunde des Museum konnte die
speziell für die Ausstellung Digitale Gärten realisierte Arbeit Flowers No.
7 von
Hiroyuki Masuyama erworben werden. Mit diesem Ankauf setzt das Schweriner
Museum sein Engagement für aktuelle internationale Positionen im Bereich der
Neuen Medien fort. Der 1968 in Tsukuba (Japan) geborene Künstler studierte
Malerei und Wandmalerei an der Fine Arts and Music University in Tokyo.
Von 1995 bis 1998 setzte er mit einem DAAD-Stipendium an der Kunstakademie
Düsseldorf seine Ausbildung fort. Daran schloss sich ein Studium an der
Kunsthochschule für Medien in Köln an.
Flowers No 7 besteht aus einer Auswahl von ca. 250 Fotos aus einem
Konvolut von 1.500 digitalen Naturaufnahmen. Die von Masuyama geschaffene
Phantasiewiese vereinigt mit Hilfe einer computergenerierten
Bildbearbeitung
alle vier Jahreszeiten in einem Bild und setzt den seit Jahrhunderten das
Leben
der Menschen bestimmenden Zyklus außer Kraft. Vergleichbar mit Caspar David
Friedrich konstruiert Masuyama seine Wiesenlandschaft aus mehreren
Naturansichten. Die vom Künstler geschaffene Gleichzeitigkeit und –förmigkeit
unterschiedlicher Jahreszeiten regt den Betrachter dazu an, über die
Auflösung
des über Jahrhunderte tradierten Raum- und Zeitempfindens nachzudenken.
Hiroyuki Masuyama lebt und arbeitet in Deutschland und Japan.
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Laura Coll de Deisler
Bevor die Ehefrau des 1995 in Halle (Saale) verstorbenen Exilkünstlers
Guillermo Deisler wieder nach Chile zurückkehrte, übergab sie dem Mail
Art-Archiv im Staatlichen Museum Schwerin eine wertvolle Schenkung. Es
handelt sich um die in der Sammlung fehlenden Ausgaben des von ihrem Mann
von 1987 bis 1995 herausgegebenen internationalen Portfolios. UNI/vers(;)
ist eine Zeitschrift für experimentelle Poesie, die Dichtern der ganzen Welt
eine Plattform für den künstlerischen Austausch bot. Insgesamt erschienen 35
Nummern.
Der am 15. Juni 1940 in Santiago de Chile geborene Guillermo Deisler
studierte Bühnenbild und Theatergraphik. Von 1967 bis 1973 war er Assistent
und Dozent für Grafik an der Universidad de Chile in Antofagasta. Nach dem
Militärputsch 1973 in Chile emigrierte er zuerst nach Plovdiv (Bulgarien)
und ging 1986 nach Halle (DDR), wo er bis zu seinem Tod 1995 wirkte. Bereits
in Chile beteiligte er sich an der Herausgabe von Mimbre, einer Edition für
Poesie und Grafik. Sein Nachlass wird in der Akademie der Künste in Berlin
bewahrt. Neben dem Schweriner Museum befinden sich Arbeiten des Künstlers in
der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, dem Studienzentrum für
Künstlerpublikationen in der Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen.
Mit der Rückkehr von Frau Coll de Deisler nach Chile kehren auch Werke des
Künstlers in sein Heimatland zurück und verbinden Orte seines Wirkens über
Kontinente hinweg.
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