Staatliches Museum Schwerin

HIGHLIGHTS

GALERIE ALTE & NEUE MEISTER

AKTUELLES

Achtung! Am Donnerstag, 29. Januar 2015 ist die Sonderausstellung “Kunstraub | Raubkunst” durchgehend bis zum Beginn des Rendezvous um 18 Uhr geöffnet.

Die Säle Kunst des 20./21. Jh. sind geöffnet – bis auf Weiteres geschlossen bleibt der Raum mit den Arbeiten von Winzer, Spoerri, Whiteread u.a.

RENDEZVOUS

Wir laden ein zu Lesungen, Konzerten, Filmpremieren, Künstlergesprächen, exklusiven Führungen, Themenabenden … kurz: wir bitten zum Rendezvous
weitere Rendezvoustermine

Rendezvous am 29. Januar 2015 um 18 Uhr
Kunsthandel? – Schalck-Golodkowski und die KoKo

Dr. Reinhard Buthmann, Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Außenstelle Erfurt

Zu dem 1966 gegründeten Bereich Kommerzielle Koordinierung (kurz: KoKo) sind der Öffentlichkeit viele Berichte lebhaft in Erinnerung – vor allem über kriminellen Kunsthandel, Sondermüll- und Waffengeschäfte, Häftlingsverkauf, den Handel mit Blutkonserven sowie den illegalen Technologieimport.
Der von Alexander Schalck-Golodkowski geleitete Bereich KoKo mit ca. 3000 Mitarbeitern umfasste mehr als 150 Handelsgesellschaften, Betriebe, Briefkastenfirmen und Geschäftsstellen. Er unterlag einem exorbitanten Sicherheitsstandard und bildete eine hochkomplexe, dynamische Symbiose eines halb- bis illegalen Außenhandels mit geheimdienstlichen Institutionen und Aktivitäten.
Zahlreiche KoKo-Mitarbeiter waren Offiziere im besonderen Einsatz (OibE) oder Inoffizielle Mitarbeiter (IM) des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Sie wurden von einer eigens für KoKo etablierten Diensteinheit, der Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung (kurz: AG BKK) gesteuert.
Dr. Reinhard Buthmann geht in seinem Vortrag auf Aspekte des Kunsthandels ein, die mit dem Wirken der Staatssicherheit unmittelbar verknüpft waren. Ausgehend von der abenteuerlichen Entstehung der Kunst- und Antiquitäten GmbH wird ein Streifzug durch eine bunte Welt des verdeckten, raffinierten und nicht selten kriminellen Kunsthandels unternommen. Eine Unterwelt in der DDR, die erstaunliche Karrieren zeigte, die nicht selten abrupt und dramatisch endeten.
Es werden technische Abläufe des Raubs sowie des An- und Verkaufs von Antiquitäten anhand von Beispielen dargestellt, so über den Verkauf antiker Puppen in die Bundesrepublik und Tauschgeschäfte innerhalb der DDR zum Erwerb von Antiquitäten, die für den Westen bestimmt waren.
Mitveranstalter dieses Rendezvous ist die BStU, Außenstelle Schwerin in Görslow.

Eintritt: 3 Euro

Zwei Rendezvous zur Auswahl:
Donnerstag, 5. Februar 2015 um 18 Uhr

Dokumentation der Kriegsverluste – die dunkle Seite der Provenienzforschung
Dr. Kristina Hegner

In den Jahren 1998 bis 2005 veröffentlichte das Staatliche Museum Schwerin in fünf Bänden seine kriegsbedingt vermissten Kunstwerke. Dr. Hegner stellt in Ihrem Vortrag sowohl die Geschichte der Auslagerung der Bestände des damaligen Mecklenburgischen Landesmuseums Schwerin als auch die Rückführungsbemühungen dar und stellt wichtige und interessante Stücke vor.
Überlegungen zur Evakuierung von Kunstwerken im Kriegsfall  wurden bereits im Juli 1939 angestellt, bevor bei Kriegsbeginn erste Sicherstellungen erfolgten. Seit den britischen Luftangriffen auf Lübeck und Rostock 1942 galt Schwerin nicht mehr als sicher und die meisten Kunstwerke kamen in ausgewählte, meist abgelegene Gutshäuser und die wertvollsten Stücke später in das Salzbergwerk Grasleben bei Celle.
Die Rückführung der Bestände nach Kriegsende stellte die Mitarbeiter vor logistische Probleme. Auch waren viele der ausgelagerten Gemälde, Plastiken, kunsthandwerklichen Gegenstände, jene des Kriegs- und Jagdwesens und vieles mehr sowohl von den einmarschierten Soldaten als auch von der Bevölkerung teils vernichtet, teils entwendet worden. Etliches wurde gewinnbringend von cleveren Zivilpersonen gestohlen und gelangte später in den Kunsthandel. Etwa ein Viertel des Vorkriegsbestandes ist seitdem verschollen, auch wenn es seit Kriegsende immer wieder zu spektakulären Rückführungen kam.
Eintritt: 3 Euro

und

NippleJesus
Eine Inszenierung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin nach einer Erzählung von Nick Hornby

Im Museum hinterfragt Regisseur Ralph Reichel in dem Ein-Personen-Stück “NippleJesus” humorvoll die Mechanismen des zeitgenössischen Kunstbetriebs und den subjektiven Blick auf Kunst. Schauspieler Özgür Platte gibt den ehemaligen Nachtclub-Türsteher und neuen Museumswärter Dave, der sich eigentlich nicht besonders für Kunst interessiert. Als die ganze Stadt wegen einer ausgestellten Jesus-Collage aus Bildern von Brustwarzen in Aufruhe gerät, und entsetzt und fasziniert zugleich durch “seine” Galerie zieht, beginnt er Position zu beziehen.

Kartenvorverkauf (10 € / für Schüler 5 €) im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin / Kartentelefon 0385/5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

SCHLOSS SCHWERIN

RENDEZVOUS im Schloss

Mittwoch, 1. April 2015 um 18 Uhr
Musentempel im Residenzensemble – Die Hoftheaterbauten am Alten Garten

Vortrag: Dirk Handorf, Landesamt für Kultur und Denkmalpflege

Eintritt: 3 €

SCHLOSS LUDWIGSLUST

RENDEZVOUS im Schloss

Mittwoch, 4. Februar 2015 um 19 Uhr
Parkarchitekturen im Winterkleid
Baugeschichte und historische Hintergründe, Führung und Besichtigung der Mausoleen
Dr. Gernot Hempelmann
Treffpunkt: Museumskasse

Eintritt: 3 €

SCHLOSS GÜSTROW

RENDEZVOUS im Schloss

Mittwoch, 4. März 2015 um 18 Uhr
Archäologie am Güstrower Schloss – Ergebnisse der baubegleitenden archäologischen Untersuchungen 2012 – 2014

Dr. Holger Fries, Landesamt für
Kultur und Denkmalpflege,
Landesarchäologie

Eintritt: 3 €

Information

T 0385 5958 0
F 0385 5630 90
info@museum-schwerin.de

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