Staatliches Museum Schwerin

Zwei Gemälderestauratoren sind für die Pflege des Gemäldebestandes zuständig. Neben den Hauptaufgaben, konservieren und restaurieren, untersuchen die Restauratoren Gemälde und gefasste Skulpturen vom 15. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Dabei handelt es sich sowohl um Holztafeln als auch Leinwandgemälde, Malerei auf Kupfertafeln oder Karton. Zum Aufgabenspektrum gehört zudem die Betreuung mittelalterlicher Altäre sowie moderner Objekte und Installationen.

Jeder restauratorischen Behandlung geht eine umfangreiche Untersuchung voraus. Maltechnische Gegebenheiten werden beschrieben, Schäden und frühere Bearbeitungen analysiert und dokumentiert. Auf dieser Untersuchung aufbauend wird ein Restaurierungskonzept erstellt und mit dem zuständigen Kunsthistorikern diskutiert.
Jede durchgeführte Maßnahme wird schließlich bis ins kleinste Detail in Wort und Bild dokumentiert, so dass spätere Generationen diese nachvollziehen können.

Folgende Schadensbilder geben z.B. bei Leinwandgemälden häufig Anlass für eine Restaurierung:
- Risse oder Löcher in der Leinwand, besonders oft im Bereich der Spannränder
- Deformationen des Bildträgers infolge unzureichender Spannung, schadhafter Aufspannung oder Stosseinwirkungen
- gelockerte und zudem oftmals aufstehende Malschicht, häufig in Verbindung mit Malschichtverlust infolge von Bildträgerdeformationen oder Schrumpfung desselben
- Vergilbung und/oder Trübung des Firnisses
- Verschmutzung der Oberfläche

Die Restauratoren sind aber auch gefragt, wenn die Urheberschaft eines Gemäldes geprüft werden soll. Dann können maltechnische Untersuchungen, Pigment- und Bindemittelanalysen, Infrarot- oder Röntgenuntersuchungen entscheidende Hinweise liefern. Der Blick durch das Stereomikroskop kann beispielsweise bereits Aufschluss über die Echtheit einer Signatur geben.

Kontakt

Satiness Schwindt
T 0385 5958 150
s.schwindt@museum-schwerin.de

Jutta Allmann
T 0385 5958 245
j.allmann@museum-schwerin.de

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