Muscheln / Perlen / Nautilus
14. Juni bis 15. September 2013
Eingesetzt zur Verzierung von Möbeln, Waffen, Schmuck, aber auch gefasst zu Prunkgefäßen und kostbaren Kunstkammerstücken, waren sie vom 16. bis 18. Jahrhundert besonders an den europäischen Höfen hoch begehrt und haben bis heute nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt.
Muscheln, Schnecken und Perlen begeistern jedoch nicht allein wegen ihres ästhetischen Reizes, sondern ebenso als rare Fundstücke aus fremden, fernen Regionen der Erde. Sie sind einzigartige Zeugnisse der Entdeckung und Erforschung der Welt durch die Europäer in der Neuzeit. Liebhaber sammelten, tauschten und ordneten sie in ihren Kunst- und Naturalienkammern, den Horten des Wissens und Keimzellen heutiger Museen.
Die Veröffentlichung von Muschelsammlungen in prachtvollen Tafelbänden seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert mehrte die Kenntnisse und förderte den wissenschaftlichen Austausch.
Herzog Christian Ludwig II . von Mecklenburg-Schwerin (1683 – 1756), Begründer einer der schönsten europäischen Sammlungen niederländischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, lenkte seinen kenntnisreichen Blick auch auf fragile Kunstkammerobjekte. Ganz gezielt entschied er sich für umfangreiche und teure Ankäufe von Muscheln und Schnecken. Sein Interesse galt dabei den reinen Naturgebilden und den daraus gefertigten Kostbarkeiten.
Als Sinnbilder von Prunk und Vergänglichkeit wurde ihr zauberhafter, durch die Reflektion des Lichts hervorgerufener Glanz von niederländischen Stilllebenmalern auf Tafelbildern eingefangen, aber auch von der zeitgenössischen Malerei neu entdeckt.
Ergänzt um Leihgaben aus renommierten Bibliotheken und Museen erzählt die Ausstellung in Schwerin Geschichten von Sammlern und Sammlungen, von Kunst und Natur, von Schönheit und Forschung, von vergessenen Materialien und begehrten Kabinettstücken. Dabei wird eine Reihe eigens für das Projekt restaurierter Objekte nach Jahrzehnten erstmals
wieder der Öffentlichkeit präsentiert.
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Der Katalog zur Ausstellung wurde maßgeblich finanziert durch die Reiner Winkler-Stiftung.
| Mit dem Zug zur Kultur! Weitere Informationen finden Sie unter www.bahn.de/kultur |
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