Staatliches Museum Schwerin

Farbige Grafik & Mail Art in der DDR
20. November 2015 bis 14. Februar 2016

Öffnungszeiten der Ausstellungen:
Galerie Alte & Neue Meister Schwerin | Di – So 11 – 17 Uhr
Schloss Güstrow | Di – So 11 – 17 Uhr

Grafik in der DDR – das war ein Refugium der Künste und zugleich ein Medium der Freiheit. Für ihre hohe Qualität und die enorme Breitenwirkung waren neben herausragenden Künstlern ebenso die Eigenheiten des Kunstsystems verantwortlich. Denn besonders in den grafischen Künsten eröffneten sich beachtliche Freiräume. Die Ausstellung zeigt die Funktionsweise und Bedeutung der DDR-Grafik in ihrer künstlerischen Vielfalt und Experimentierfreude.
In der Schweriner Sammlung zeigen sich diese insbesondere in der farbigen Grafik und in den Aktivitäten des Mail Art-Netzwerks. Mit subversivem Humor demonstrieren die Werke, was Kunst in der Diktatur leistete.
Zudem entwickelten die Künstler unkonventionelle Drucktechniken und Strategien, um mit den einengenden gesellschaftlichen Umständen kreativ umzugehen. Kunst und inoffizielle Ausstellungsorte wurden zu einer alternativen Öffentlichkeit. Darüber hinaus intervenierten Künstler mit Performances oder Land Art-Aktionen gegen den offiziellen Formenkanon der DDR. Mecklenburg empfahl sich für diese experimentellen Formen als Rückzugsgebiet.

In der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin des Staatlichen Museums Schwerin/Ludwigslust/Güstrow wird der Sammlungsschwerpunkt „Farbige Grafik“ präsentiert. Auf Schloss Güstrow setzt sich die Ausstellung mit grenzüberschreitenden Kunstformen wie Mail Art, experimentellen Happenings und Performances fort.

Vom 14. bis 16. Januar 2016 fand die Tagung Land der Grafik. Konjunktur eines Mediums in der DDR im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald statt, vorbereitet vom DIK und dem Staatlichen Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow und unter Leitung von Prof. Dr. Sigrid Hofer, Kunstgeschichtliches Institut, Philipps-Universität Marburg.

Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier: Tagungsprogramm Land der Grafik. Konjunktur eines Mediums in der DDR

Zugleich wird vom 14. Januar bis 10. März 2016 im Wissenschaftskolleg Greifswald ein Ausschnitt aus der Farbigen Grafik und Mail Art- Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin gezeigt.

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Verbundprojekt Land der Grafik

Die Ausstellung in Schwerin und Güstrow ist zugleich Auftakt des überregionalen Ausstellungs- und Forschungsprojektes „Land der Grafik – Konjunktur eines Mediums in Ostdeutschland“, das gemeinsam vom Staatlichen Museum Schwerin und dem Dresdner Institut für Kulturstudien (DIK) initiiert wird. Im Zuge dieses bis 2017 laufenden Projektes werden weitere namhafte deutsche Museen ihre Bestände präsentieren und somit erstmals insgesamt das System „Grafik in der DDR“ in einen größeren Kontext stellen.

So gibt das Caspar-David-Friedrich-Zentrum Greifswald einen Überblick über „Resonanz und Refugium – Romantik in der Grafik der DDR“ (15. Januar bis 2. April 2016). Die Ausstellung stellt ausgewählte grafische Werke in den Kontext einer Romantikrezeption in der DDR. Mit etwa 45 in exemplarischer Weise ausgewählte Arbeiten auf Papier, Leihgaben vor allem aus der Kunstsammlung Gera und dem Staatlichen Museum Schwerin, wird die Vergegenwärtigung romantischer Ideen in der DDR nachvollziehbar.

Flyer Romantik und Resonanz – Romantik in der Grafik der DDR

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Die Ausstellung wird gefördert durch
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Kontakt

Dr. Kornelia Röder
T 0385 5958 172
k.roeder@museum-schwerin.de

Christina Katharina May
T 0385 5958 170
c.may@museum-schwerin.de

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