Staatliches Museum Schwerin

Der Neubau der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Im Juni 2014 wurden die Pläne zum Neubau der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin vorgestellt. Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern ist mit der Planung und Durchführung der Baumaßnahmen beauftragt. Der Neubau wird mit bis zu 90 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Die restlichen Kosten werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern getragen. Der Bau soll voraussichtlich 2016 abgeschlossen sein, sodass dieser im Sommer 2016 feierlich eröffnet werden kann. Der erste Spatenstich erfolgte am 30. September 2014.
Fast 11 Monate später, am 27. August 2015, wurde Richtfest gefeiert. Keine zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich feiten wir am 1. Juli 2016 die Eröffnung des Neubaus und die Neupräsentation der Moderne in Alt- und Neubau mit einem Sommerfest (Programm).

Der Neubau

Der zweigeschossige Museumsanbau bietet auf 800 Quadratmetern endlich Platz für die Präsentation zeitgenössischer Kunst. Ein Übergang aus Glas wird den Neubau mit dem Altbau der Galerie architektonisch verbinden. Umgesetzt wird ein Entwurf des Berliner Architekturbüros ARGE Scheidt Kasprusch · Reiner Becker Architekten BDA. Das Gebäude ist als Passiv-Haus geplant und die Temperierung erfolgt in der Grundlast mittels Geothermie. Die Lichtdecke wird komplett als flächige LED-Decke konstruiert werden. Auch passt sich der Neubau in den Innenhof des Museums ein und erfüllt alle Auflagen, um die Bewerbung des Unesco-Welterbes nicht zu beeinträchtigen.

Mehr Platz für die Kunst

In der oberen Etage des Neubaus wird eine Serie großformatiger Tücher gezeigt, die Günther Uecker auf dem Strand der Halbinsel Wustrow bemalte. Es kommen Tücher hinzu, die Uecker extra für die Schweriner Ausstellung realisiert. Uecker ist in den Kriegs- und Nachkriegsjahren auf Wustrow aufgewachsen. Unvergesslich ist ihm der Moment, als er von sowjetischen Soldaten gezwungen wurde, Leichen vom Untergang der Kap Arkona, die an den Strand gespült wurden, zu verscharren. Es waren Soldaten darunter, Flüchtlinge aus Ostpreußen und viele Häftlinge aus dem KZ Neuengamme. Seit 2010 suchte Uecker die Halbinsel erneut auf, legte an den Stellen, wo er 1945 die Leichen verscharrt hatte, seine Tücher auf den Sand und schuf Bilder von extremer Farbigkeit.

Im Untergeschoss des Neubaus wird die vielfältige Sammlung Neue Medien des Staatlichen Museums gezeigt, die aus Platzgründen nie präsentiert werden konnte. Den Raum beherrscht eine großformatige, mit Wasser gefüllte Skulptur von Jörg Herold: Sein Mahnmal für einen Matrosen erinnert an die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs versenkten Flüchtlingsschiffe. Beispielhaft sei außerdem die Installation Uto-Pia von Gediminas & Nomeda Urbonas (Litauen) genannt, die den gesellschaftlichen Wandel auf einem Archipel in der Ostsee nach dem Wegfall des Eisernen Vorhangs thematisiert.

Mehr Platz für die Kunst – im Altbau

Auch im Altbau der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin wird Platz für die Kunst der Moderne geschaffen. Beginnend mit der in ihrer Geschlossenheit ein­maligen Schweriner Sammlung Marcel Duchamp führen Werke von  Lovis Corinth, Max Liebermann, Götz von Seckendorff, Sigmar Polke, François Morellet, Gemälde der Leipziger Schule und mecklenburgischer Künstler zur Präsentation der zeitgenössischen Kunst im Neubau.

Götz von Seckendorff, Große Landschaft von
Schwedt
, 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts,
Öl auf Leinwand, Foto: Elke Walford
© Staatliches Museum Schwerin
Max Liebermanns,
Enkelin des Künstlers, 1923,
Öl auf Leinwand,
Foto: Elke Walford ©
Staatliches Museum Schwerin

Finanziell unterstützt wurde der Neubau durch den UECKER IN SCHWERIN: NEUBAU e.V.

Kontakt

Heidemarie Otto
Leiterin Kommunikation und Marketing
T +49 (0) 385 5958 119
F +49 (0) 385 563090
h.otto@museum-schwerin.de

Der Neubau wird finanziert durch:

Karte zum Neubau der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin