Robert Filliou
(Sauve 1926–1987 Eyzies-de-Tayac-Sireuil/Dordogne)
Filliou gilt als einer der Hauptakteure der Fluxus-Bewegung der 1960er und 70er Jahre. Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften in den USA lebte Filliou mehrere Jahre in Südkorea, Ägypten, Spanien, Dänemark und Frankreich. Er war als Schriftsteller und seit Ende der 1950er Jahre als bildender Künstler tätig.
1962 begründete Filliou seine Galerie Légitime mit einer Mütze, in der er Werke von sich und anderen ausstellte. Er nahm an zahlreichen Fluxus-Festivals teil und arbeitete mit anderen Fluxus-Künstlern, insbesondere mit George Brecht, zusammen.
Bekannt ist Filliou für sein Prinzip der „création permanente“ (immerwährende Schöpfung). Statt von Kunst spricht er lieber von Kreativität und Schöpfung. Die Erfahrung des Schaffensprozesses ist für ihn ungleich wesentlicher als das Kunstwerk an sich.
Um seine Ideen umzusetzen, bediente er sich einfacher Materialien wie Holz, Pappe, Baumwollschnur, Draht und Nägel. Er kombinierte alltägliche Gegenstände mit gedruckten Texten oder handschriftlichen Notizen zu seinen Collagen, Assemblagen und Objektkunstwerken.
Eng verknüpft mit der Permanenten Kreation ist sein Begriff des „eternal network“ (ewiges Netzwerk), das Menschen über alle Grenzen hinaus den Kontakt und kreativen Austausch ermöglichen sollte.